Das dritte Bild – Hausrotschwanz

Zu Hause ist es doch am schönsten

Das denke nicht nur ich, sondern auch viele Bewohner unseres Gartens. Es ist Mittagspause und die Sonne scheint. Die Arbeit kann ruhen und ich setze mich vors Haus. Reges Treiben im Apfelbaum fordert nach meiner Aufmerksamkeit. Ein Pärchen Hausrotschwänze hat Nachwuchs bekommen und die Jungvögel erkunden den Garten. Es ist Ende Mai und wundervoll warm und sonnig. Das könnte ein paar gute Aufnahmen geben, denke ich mir und hole die Kamera aus dem Haus.

Der Kamera-Rucksack ist im ersten Stockwerk und kaum bin ich die Treppe oben, habe ich eine Idee. Warum zurück in den Garten, wenn ich doch auch auf den Balkon raus kann und von dort viel näher an der Krone des alten Apfelbaumes bin? Noch im Innern des Hauses montiere ich das Teleobjektiv und mache meine Einstellungen. Dann schleiche ich mich langsam und leise zur Balkontüre und öffne sie.

Manchmal ist es einfach

Direkt vor mir sitzt ein kleines Federknäuel auf dem Ast. Es ist ganz regungslos, dreht nur ab und zu den Kopf und schaut mich an. So viel Zeit beim Fotografieren eines Vogels hat man selten. Aber ich beklage mich nicht. In Ruhe noch die Einstellungen verfeinern und nochmals abdrücken. Es passt. Ich lasse den Kleinen wieder in Ruhe und ziehe mich zurück.

Wieder unten im Garten sitzt auf dem Zaun noch ein zweiter Hausrotschwanz. Auch er posiert wundervoll und scheint nicht in Eile zu sein. Es ist auch schön, wenn es mal einfach ist.

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